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Mit myLoop zum Erfolg: Sophias Fußball-Erlebnisse

  • Sophie hat dank myLoop einen freieren Kopf im Training und kann sich auf die Übungen fokussieren

    Fußball ist Sophias große Leidenschaft, und das bereits seit ihrer Kindheit. In der Saison 2023/24 hat es die 24-jährige Amateurspielerin bis zur Landesliga Bayern Süd gebracht. Auch die Diagnose Typ-1-Diabetes vor neun Jahren konnte sie nicht aufhalten. Der Wechsel von einer Pen-Therapie zu myLoop hat es ihr ermöglicht, sich noch mehr auf ihre sportlichen Leistungen zu konzentrieren. Im Interview erzählt die Stürmerin, wie sie im Training und beim Spiel mit ihrem Diabetes umgeht. Und möchte mit ihrer Geschichte Mut machen, den eigenen Weg zu finden.

    Seit wann spielst du Fußball und warum ist das deine große Leidenschaft?

    Ich habe schon als kleines Kind mit Fußball angefangen. Dann habe ich alle möglichen Sportarten ausprobiert, aber Fußball hat mich immer am meisten begeistert. Der Zusammenhalt in der Mannschaft, das gemeinsame Erleben von Höhen und Tiefen, das ist etwas ganz Besonderes für mich.

    Du hast mit 15 Jahren die Diagnose Typ-1-Diabetes bekommen. Wie bist du damit umgegangen?

    Zum Glück haben mir die Ärzte bereits im Krankenhaus gesagt, dass ich weiter Fußball spielen und alles machen kann, auch wenn es für mich ein bisschen umständlicher wird. Damit haben sie mir die Angst genommen und ich habe dort auch erste Sporteinheiten gemacht. Viele Mannschaftskolleginnen haben mich damals im Krankenhaus besucht und auch von meinen Trainern habe ich sehr viel Unterstützung erhalten. Als ich wieder ins Training eingestiegen bin und manchmal vom Spielfeld musste um etwas zu essen, war das anfangs schon komisch für alle, aber irgendwann war es normal und es hat sich keiner mehr gewundert.

    Wie bist du zu myLoop gekommen?

    In den ersten Jahren habe ich eine Basis-Bolus-Therapie [oder: ICT, engl. MDI] mit dem Pen gemacht. Ich hatte oft sehr starke Blutzucker-Schwankungen, das konnte ich mit dem Spritzen gar nicht abfangen. Meine Diabetologin hat mir zum Wechsel auf eine Pumpe geraten, aber lange Zeit wollte ich nicht so ein Gerät ständig an meinem Körper hängen haben. Letztes Jahr hat sie mir dann von der automatisierten Insulindosierung erzählt, die vieles von alleine regelt, und von der "Ease-off"- und der "Boost"-Möglichkeit beim myLoop. Das fand ich cool, das wollte ich ausprobieren.

    Welche Vorteile bringt der myLoop für dich?

    Die Schwankungen sind viel weniger geworden, im Alltag und auch beim Sport. Bei mir ist es so, dass beim Fußball der Glukosewert durch die Stresshormone ansteigt. Früher hatte ich manchmal einen extremen Anstieg von 180 mg/dL (10 mmol/L) innerhalb einer halben Stunde und habe dadurch Muskelkrämpfe und Luftnot bekommen, so dass ich nur selten eine Halbzeit durchspielen konnte. Jetzt sind die Anstiege viel kleiner und ich habe weniger Schwankungen - oft kann ich über die vollen 90 Minuten spielen. Körperlich bin ich jetzt einfach fitter.

    Weil ich weiß, dass der myLoop vieles von alleine macht, habe ich auch einen freieren Kopf im Training und kann mich mehr auf die Übungen konzentrieren. Da hat mir der myLoop einfach eine Last von den Schultern genommen und mir geholfen, nochmal einen Leistungssprung zu machen.

    Wo verstaust du die Pumpe und das Smartphone beim Sport?

    Die YpsoPump trage in einem Sport-BH, bei dem man die Pumpe seitlich hineinstecken kann. Das Smartphone liegt am Spielfeldrand auf einer kleinen Bank, auf der auch unsere Getränke stehen. Wenn wir im Training eine Trinkpause machen, checke ich meine Glukosewerte und reagiere gegebenenfalls darauf mit "Boost", "Ease-off", einem manuellen Korrekturbolus oder einem Schluck Saft.

    Was machst du bei einem Spiel anders als im Training?

    An einem Spieltag achte ich darauf, dass das Essen meine Glukosewerte nicht durcheinanderbringt. Daher esse ich an diesen Tagen fast immer das gleiche Frühstück und etwa 2 Stunden vor dem Anpfiff 300 Gramm gekochte Nudeln ohne Soße. Ich habe lange ausprobiert, wie mein Körper auf welches Essen reagiert, damit ich den besten Weg für mich finde.

    Bei den Spielen sind auch immer meine Eltern dabei, sie sind große Fans unserer Mannschaft und das Spiel ist ihr Wochenendausflug. Falls es aus irgendeinem Grund mal nicht geklappt hat mit meinem Essensplan oder sonst irgendetwas ist, gebe ich meinen Eltern das Smartphone und sie kontrollieren während des Spiels meine Werte und können reagieren. Ich bin sehr froh, so tolle Eltern zu haben.

    Hast du weitere Unterstützung?

    Ja. Von den Trainern, der Mannschaft und dem myLoop habe ich ja schon erzählt. Zur Umstellung vom Pen auf die Pumpe und den myLoop war ich nochmal im Krankenhaus und da hat mir jemand von einem Projekt zur Betreuung von Leistungssportlern mit Typ-1-Diabetes berichtet, Challenge D heißt das. Ich war mir nicht sicher, ob man auch mich beraten würde, aber ich habe einfach mal dorthin geschrieben. So kam ich mit Ulrike Thurm in Kontakt, die sehr viele Sportler mit Diabetes betreut und mir ein paar wertvolle Tipps gegeben hat. Es wäre toll, wenn solche Projekte noch bekannter und größer würden, damit mehr Menschen davon erfahren und insbesondere Kinder und Jugendliche noch besser unterstützt werden.

    Welche Tipps hast du für fußballbegeisterte Mädchen oder Jungs mit Typ-1-Diabetes, die davon träumen erfolgreiche Sportler zu werden?

    Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass es anfangs schwierig sein kann, mit der Erkrankung umzugehen. Aber nur wenn man offen mit Trainern, Mannschaftskollegen, Eltern und dem Diabetesteam spricht, können sie einen bestmöglich unterstützen. Man muss auch zu sich selbst offen sein und die Erkrankung annehmen. Ich habe lange gegen meinen Diabetes gekämpft, aber irgendwann habe ich den Schalter umgelegt und mich entschieden, mit ihm zu leben. Sonst geht’s nicht, wenn man im Sport weiterkommen will.

    Außerdem muss man mutig sein. Mein Diabetes verläuft nicht wie im Lehrbuch, zum Beispiel steigt der Glukosewert beim Sport bei mir an. Da muss man dann ausprobieren. Notieren, was man gemacht hat und schauen, wie das funktioniert und davon lernen. Zuerst im Training und dann im Spiel. Nicht traurig sein oder verzweifeln, wenn es mal nicht klappt. Denn es wird immer Tage geben, die katastrophal laufen. Aber wenn man ein Ziel hat und etwas erreichen will, dann motiviert einen das, weiterzumachen und nicht den Mut zu verlieren.

    Und weil ihr nun meine Geschichte kennt, denkt ihr jetzt hoffentlich: Wenn Sophia das geschafft hat, dann kann ich es auch!