Mein Kinderwunsch hat mich dazu bewogen, mich für mylife Loop zu entscheiden
Keine Frage: Die Diagnose Typ-1-Diabetes stellt das Leben auf den Kopf. Das war auch bei Rosanna so, die im Alter von 14 Jahren mit einer Ketoazidose ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Als Teenager kam sie erst nach einer Therapie mit der Krankheit klar. Seitdem geht sie selbstbewusst mit ihrem Typ-1-Diabetes um. Mit ihrem Podcast "Mut im Blut" wollen sie und ihr Partner Korbinian, der ebenfalls Typ-1-Diabetes hat, über die lebenslange Erkrankung aufklären und anderen Betroffenen Mut machen.
Rosanna hat sich vor Kurzem dazu entschieden, von der Pen-Therapie auf die Pumpentherapie umzusteigen. Seitdem hat sie ruhige Nächte und findet das Leben mit Diabetes viel einfacher. Jetzt möchte sie ihre mylife YpsoPump nicht mehr hergeben.
In dem Interview spricht Rosanna über ihr Leben mit Diabetes und ihre Entscheidung für die YpsoPump.
Rosanna, du hast mehr als zehn Jahre lang mit einem Insulin-Pen gespritzt, obwohl es bereits verschiedene Pumpentherapien gab. Warum hat es so lange gedauert, bis du dich für die Pumpentherapie entschieden hast?
Wie für viele Menschen mit Typ-1-Diabetes typisch, wollte ich lange nicht von der Pen-Therapie auf eine Pumpe umsteigen. Ich hatte das Gefühl, dass die Pen-Therapie viel freier und in gewisser Weise auch diskreter war. Ich konnte mir nicht vorstellen, etwas an meinem Körper zu haben. Meine Diabetes-Therapie verlief manchmal nicht perfekt. Aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ich hatte Angst, meine "Freiheit" mit dem Pen aufzugeben, und war irgendwie auch ein bisschen zu bequem, um etwas zu ändern. Alles in allem lief es sehr gut, meine Werte waren im Großen und Ganzen völlig in Ordnung. Therapeutisch war die Umstellung nicht unbedingt notwendig.
Was hat letztlich den Ausschlag gegeben, dass du auf eine Pumpentherapie umgestiegen bist?
Die Nächte wurden immer mehr zu einem Problem für mich. Es gab eigentlich keine Nacht, in der ich nicht aufgewacht wäre. Sei es, weil die Werte zu hoch oder zu niedrig waren. Außerdem haben mein Partner und ich darüber nachgedacht, eine Familie zu gründen. Für mich ist es sehr wichtig, unbesorgt in eine Schwangerschaft zu gehen und mich gut vorbereitet zu fühlen, wenn es um den Diabetes geht. Das gab mir schließlich den Anstoß, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen und mich für eine Pumpentherapie zu entscheiden.
Was ist dir besonders wichtig in Bezug auf das Diabetesmanagement?
Mir ist es wichtig, dass der Diabetes nicht zu viel Raum einnimmt. Die Therapie sollte so unkompliziert wie möglich sein. Außerdem sollte die Pumpe einfach zu bedienen sein. Wichtig ist auch, dass die Pumpe nicht sofort sichtbar ist. Denn ich möchte selbst entscheiden können, wann und mit wem ich darüber spreche und ob es in der jeweiligen Situation passend ist zu erklären, dass ich Typ-1-Diabetes habe. Und nicht zuletzt muss die Therapie natürlich sicher sein und ich muss mich auf die Pumpe verlassen können.
Wie genau verlief die Umstellung auf die Pumpentherapie bei dir?
Ich erhielt alle wichtigen Informationen, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Pumpenmodelle in meiner Praxis und erfuhr, welche Pumpe für mich am besten geeignet ist.
Mir wurde geraten, für die Einstellung in die Klinik zu gehen. Ich fand diese Empfehlung anfangs schwierig, weil ich keine guten Assoziationen mit "Klinik" verband. Im Nachhinein betrachtet war es aber genau die richtige Entscheidung, und ich würde meine Zeit in der Klinik nicht missen wollen. Ich habe dort viel Neues gelernt und fühlte mich schon nach kurzer Zeit sicher im Umgang mit myLoop. Und vor allem habe ich andere Betroffene getroffen, Gleichgesinnte kennengelernt und Freundschaften geschlossen. Am Ende konnte ich mich abseits des Alltags ganz auf meinen Diabetes konzentrieren.
Was würdest du anderen raten, die ebenfalls auf ein AID-System umsteigen möchten?
Nicht so viel darüber nachdenken und den Mut haben, sich auf etwas Neues einzustellen! Trotz aller Zweifel beruhigte mich auch die Tatsache, dass die Krankenkasse eine Probezeit anbietet und dass ich bei Bedarf zu meiner gewohnten Therapie hätte zurückkehren können. Aber das ist jetzt für mich undenkbar. Denn es wird einfach besser und viel einfacher. Ich möchte meine Pumpe nicht mehr missen.
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