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Freizeit bedeutet für viele Menschen Freiheit. Die Freiheit, das zu tun, was man will und wann man will. Es gibt Leute, die sich in der Freizeit nie genug bewegen können. Dann gibt es jene, die lieber im Liegestuhl ein Buch lesen oder ins Kino gehen. Bei Menschen mit Typ-1-Diabetes ist das nicht anders. Außer der Tatsache, dass die aktive Art der Freizeitgestaltung weniger Insulin benötigt und die passive mehr.

Eine sportliche Frau klettert an der Kletterwand nach oben.
Freizeit bedeutet Freiheit

Mit speziell für Menschen mit Typ-1-Diabetes entwickelten Produkten lässt sich dies jedoch einfach bewerkstelligen. Einige Systeme bieten beispielsweise eine Funktion, die sofort oder verzögert mehr Insulin an den Körper abgibt. Menschen, die ihre Freizeit gerne auf die bequeme Art verbringen, sollten berücksichtigen, dass selbst kurze Spaziergänge, der Frühjahrsputz oder Stress den Blutzucker senken können – also Kohlenhydrate für den Notfall stets griffbereit halten.

Auch aktive Freizeitgestalterinnen und -gestalter bekommen Hilfe: Um die Insulinzufuhr zu reduzieren, bieten einige Systeme die Möglichkeit, die Insulinabgabe automatisch zu reduzieren. Solche Programme starten einige Stunden vor der Aktivität, damit die Werte später passen. Oder es werden zusätzliche Kohlenhydrate eingenommen. Da smarte Systeme mitdenken, passen sie die Insulinmenge meist auch dann an, wenn der Körper anders reagiert als gewohnt.

Menschen mit Typ-1-Diabetes können also alle Sportarten ausüben, was diverse Hochleistungssportlerinnen und -sportler mit Typ-1-Diabetes tun. Auch spezielle Sportgruppen für Menschen mit Typ-1-Diabetes bieten sich an. Vorsicht ist bei Extremsportarten wie Fallschirmspringen oder Extremklettern geboten: Bei Bewusstseinsstörungen wegen einer Unterzuckerung besteht ein erhöhtes Risiko, weshalb vorgängig eine fachliche Beratung zu empfehlen ist.

Selbst einem spontanen Sprung ins Wasser steht dank intelligenter Systeme fast nichts im Weg, denn viele Produkte sind wasserdicht und können zeitweise ohne Verbindung zum Sensor arbeiten. Aber Vorsicht: Unterzuckerungen können nie komplett vermieden werden. Deshalb muss das Hypo-Kit immer mit dabei sein. Ebenfalls empfiehlt es sich, ein Aktivitätentagebuch zu führen, um den eigenen Insulinbedarf und dessen Schwankungen besser zu verstehen.

Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen diabetesbedingten Folgeerkrankungen helfen Freizeitaktivitäten sogar: Sie reduzieren das Risiko für solche Erkrankungen und sorgen für ein gesundes Körpergewicht. Liegt eine Insulinresistenz vor, hilft regelmässige Bewegung, damit die Körperzellen sensibler auf Insulin reagieren. So kann sich der Blutzuckerlangzeitwert verbessern. Bei Aktivitäten während Tageszeiten mit hohem Insulinbedarf – also frühmorgens und abends – sollte das Insulin nicht zu stark reduziert werden, um Unterzuckerungen zu vermeiden. Überdies ist es wichtig, den Blutzucker während des Sports häufiger zu checken als sonst.

Auch für Menschen mit Diabetes gibt es also technische Hilfsmittel und Tipps, um die Freizeit ohne Einschränkungen zu gestalten. Mit smarten Produkten und Systemen zur automatisierten Insulinabgabe (AID) kann sie in den meisten Fällen auch spontan gestaltet werden. Die Geräte sind unauffällig, handlich, passen sich dem Menschen an und sorgen so für Spass, Freizeit – und Freiheit.

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