mylife Stories Schweiz

Weil Kinder eine Therapie brauchen, die sich ihrem Leben anpasst

Wenn ein Kind die Diagnose Diabetes erhält, ändert sich einiges im Leben. Plötzlich gibt es einen ungebetenen Begleiter, auf den die ganze Familie Rücksicht nehmen muss: Typ 1 Diabetes ist die häufigste Stoffwechselkrankheit bei Kindern und Jugendlichen und wird immer öfter diagnostiziert.

Von heute auf morgen diktiert der Diabetes die Regeln, und das bedeutet, täglich mehrmals den Blutzucker zu messen, Kohlenhydrate zu berechnen, Insulin abzugeben oder zu spritzen. Was ein Kind mit Diabetes vor allem braucht, ist die uneingeschränkte Unterstützung seiner Eltern. Diese müssen lernen, mit der zusätzlichen Sorge um ihr Kind umzugehen und später auch loszulassen und Verantwortung abzugeben - eine Herausforderung für die gesamte Familie. Doch Kinder und Jugendliche mit Diabetes können ein überwiegend normales Leben führen und ihre Gewohnheiten und Aktivitäten beibehalten. Voraussetzung dafür ist es, gut informiert zu sein und bei der Therapie entsprechend mitzumachen.

Diabetes verstehen
Es wird wohl kaum ein Kind geben, das sich gerne in den Finger stechen oder Insulin injizieren lässt. Umso wichtiger ist es, dass es versteht, warum dies notwendig ist. Neben umfassenden Schulungen, in denen Eltern und Kinder lernen, wie sie den Diabetes im Alltag meistern, können auch kindgerechte Erklärungen hilfreich sein. Nicht zuletzt tragen gerade auch moderne Therapieformen, wie die Insulinpumpen-Therapie, zu einem leichteren Umgang mit dem Diabetes und zum Erhalt der Lebensqualität bei.

Vorteile der Insulinpumpe

Gerade im oft nicht vorhersehbaren Alltag eines Kindes bietet eine Insulinpumpe grosse Vorteile: Durch die kontinuierliche Insulinabgabe wird der Körper permanent mit einer Grundmenge an Insulin versorgt, zudem lässt sich die Insulinzufuhr besser verteilen und steuern als mit mehrfach täglichen Injektionen. Der zu den Mahlzeiten benötigte Bolus wird per Knopfdruck freigesetzt, so dass auch ein kurzfristiger Besuch in der Eisdiele kein Problem darstellt.
Eine Studie, die 2017 im Fachjournal ‚JAMA‘1 veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass bei Kindern und Jugendlichen die Behandlung mit einer Insulinpumpe deutliche Vorteile gegenüber einer Spritzentherapie bringt: So treten bei einer Insulinpumpentherapie seltener schwere Unterzuckerungen auf, die jungen Patienten benötigen weniger Insulin, der mittlere Blutzucker (HbA1c-Wert) ist besser und es kommt zu keiner Gewichtszunahme. Ängste von Eltern hinsichtlich der Gefahr, die Kinder könnten beim Toben den Katheter herausreissen oder an der Pumpe herumspielen, konnten widerlegt werden.

Die Anzahl der auf dem Markt verfügbaren Insulinpumpen wächst, jede Pumpe verfügt über besondere Merkmale. Hier gilt es, das für sich passende Insulinpumpenmodell herauszufinden. Es gibt Pumpen, die über sehr fein und individuell einstellbare Bolusgaben verfügen, was insbesondere für Kinder wünschenswert ist. So zum Beispiel auch bei der mylife YpsoPump, die kürzlich für Kinder jeden Alters zugelassen wurde: Die kleine und sehr leichte Pumpe umfasst alle wesentlichen Funktionen und besticht dabei durch eine besonders einfache Handhabung. Damit hebt sie sich massgeblich von den meisten gängigen Insulinpumpensystemen ab. Die symbolbasierte Menüführung mittels Touchscreen - ähnlich wie man es auch schon von Smartphones kennt - ermöglicht eine intuitive Bedienung. Mittels der vorgefüllten Insulinampulle ist der Ampullenwechsel schnell durchführbar - ideal für Kinder.

Vorteile einer Insulinpumpen-Therapie für Kinder Top 7

  • Die mehrfach täglichen Insulin-Injektionen mit dem Pen entfallen. Lediglich alle 2-3 Tage ist der Katheter zu wechseln.
  • Bei Insulinpumpen sind geringere Dosiermengen applizierbar und die Abgabegenauigkeit ist deutlich besser.
  • Stabilere Stoffwechseleinstellung und verbesserter HbA1c–Wert
  • Höhere Flexibilität bei verändertem Insulinbedarf, z.B. bei Bewegung/Sport oder Krankheit oder spontaner Nahrungsaufnahme
  • Verringerung des Gesamtbedarfs an Insulin um 10-20%
  • Ruhigere Nächte und gleichmässigerer Blutzuckerverlauf durch kontinuierliche Insulinabgabe
  • Seltener hohe Blutzuckerspitzen am Morgen („Dawn Phänomen“)

Weitere Informationen über das kürzlich auch für Kinder zugelassene Insulinpumpensystem mylife YpsoPump finden Sie hier:

1 Quelle: Association of Insulin Pump Therapy vs Insulin Injection Therapy with Severe Hypoglycemia, Ketoacidosis and Glycemic Control among Children, Adolescents and young Adults with T1D, B. Karges et all, 2017; doi.org/10.1001/jama.2017.13994

Zurück