mylife Storys

Sport macht Spass, erfordert Ehrgeiz und ist für viele weit mehr als eine tolle Ablenkung vom Alltag. Für Menschen mit Typ-1-Diabetes kann Sport allerdings zu einer ganz besonderen Herausforderung werden. Denn die körperliche Anstrengung stellt das Glukosemanagement auf die Probe.

Markus beim Marathonlauf (Foto: privat)

Einen Marathon zu laufen ist schon für die meisten stoffwechselgesunden Menschen eine schwierige Angelegenheit. Bei Typ-1-Diabetes sind die stundenlange körperliche Aktivität und das umfangreiche Training im Gesamtpaket eine Riesenherausforderung. Das alles in Verbindung mit einem Vollzeitjob im Vertriebsaußendienst – klingt schon ein wenig verrückt, oder?

Markus nahm sich der Herausforderung an, weil er bereits vor seiner Diabetes-Diagnose leidenschaftlicher Marathonläufer war. Vor 8 Jahren bekam er die Diagnose Typ-1-Diabetes und muss seitdem ein besonderes Augenmerk auf sein Glukosemanagement richten. Aber er wollte seine Leidenschaft nicht einfach an den Nagel hängen, sondern weiter laufen und Grenzen sprengen.

mylife Loop unterstützt ihn hierbei: Die automatisierte Insulinabgabe (AID) über das Smartphone gibt ihm den Support, den er für sein Glukosemanagement braucht.

Das automatisierte Insulinabgabe-System mylife Loop

2019 war sein erstes ambitioniertes Projekt, neun Marathons innerhalb eines Jahres zu laufen, und Markus hat es erfolgreich abgeschlossen. Dabei war sogar ein Ultramarathon mit knapp 50 Kilometern und 1.800 Höhenmetern.

Das ist nicht zu toppen? Nicht für Markus! Im Jahr 2023 war sein bisher größter Erfolg, neun Marathons in neun Tagen zu laufen. Hierfür hatte er einen eigenen Reiseplan erstellt und Marathon-Events in Österreich und den Nachbarländern ausgesucht, die ihn jeden Tag auf eine neue Strecke führten. Ein weiteres Jahresziel für 2023 ist es, zum ersten Mal einen Marathon in weniger als drei Stunden zu beenden.

Im Interview berichtet Markus über seine Erfahrungen, Ziele und Tipps.

Marathonlaufen ist für Markus kein Problem (Foto: privat)

Du bist Marathon bereits vor deiner Diabetes-Diagnose gelaufen. Was bedeutet es für dich, weiterhin deinen Lieblingssport ausüben zu können?

Nach meinem ersten Marathon wollte ich eigentlich nie wieder einen Marathon laufen. Aber sag niemals nie! Als ich die Diagnose Typ-1-Diabetes erhielt, wollte ich erst recht wieder einen laufen. Wenn ich damals gewusst hätte, dass ich noch so viel mehr machen werde und das alles mit Diabetes, hätte ich es nicht für möglich gehalten. Für mich bedeutet Sport im Alltag und auch im gezielten Training sehr viel. Besonders Laufen ist meine Leidenschaft, die ich nicht missen möchte. Solange ich laufen kann, werde ich das auch machen. Immer mit meinem süßen Begleiter Diabetes.

Was ist dir besonders wichtig in Bezug auf deine Diabetestherapie?

Flexibel zu sein. Ich plane zwar mein Training so gut es geht in meinen Tagesablauf ein, aber der Plan geht nicht immer auf. Ich möchte dann nicht ewig warten müssen, bis ich laufen kann, weil ich gerade von den Blutzuckereinstellungen her nicht im idealen Bereich bin.

Wie nutzt du den mylife Loop beim Sport?

Zu Beginn musste ich mich herantasten und schauen, wie ich die Zielwerte ändern muss, um meine Leistung erbringen zu können. Mittlerweile läuft das für mich fast blind ab.

Wie findest du das AID-System generell?

Es ist für mich eine Bereicherung und Erleichterung im Sport, und im Alltag sowieso.

Wie trägt mylife Loop dazu bei?

Ich stelle meine Zielwerte höher bei langen Einheiten, egal ob Laufen, Wandern oder Radfahren. mylife Loop arbeitet dementsprechend währenddessen unterstützend oder danach korrigierend. Besonders in der Nacht nach den langen Einheiten ist es praktisch für mich, die Zielwerte etwas zu erhöhen und dann nicht Gefahr zu laufen, eine Hypo zu bekommen. Das musste ich lernen. Dadurch, dass mylife Loop aber so einfach zu verstehen und zu bedienen ist, hatte ich das schnell heraus und glaube, dass das jede/r kann.

Was sind deine künftigen Ziele?

Weiterhin mit so viel Freude beim Sport dabeibleiben zu können und das ohne Verletzungen. Mein größtes Ziel ist momentan, einen Marathon in unter drei Stunden zu schaffen. Und dann hab ich noch einige Ideen in meinem Kopf, die ich hoffentlich früher oder später umsetzen kann. Zum Beispiel, wie weit komme ich in 24 Stunden? Wenn ich auf einem Laufband unter ärztlicher und sportwissenschaftlicher Aufsicht stehe, würde ich gerne wissen, wie viele Stunden ich durchgehend laufen kann und welche Distanz ich dabei zurücklegen kann.

Und mein größtes nicht messbares Ziel ist es, möglichst viele Menschen zur Bewegung zu motivieren. Bewegung macht Spaß, hilft beim Entspannen und Abschalten. Ist gesund, geht alleine oder in Gruppen/Teams und wer es regelmäßig macht, hat ein allgemein besseres Wohlbefinden.

Was möchtest du anderen mit auf den Weg geben?

Alles beginnt mit dem ersten Schritt. Wenn ich mir manchmal unsicher bin und nicht weiß, ob ich etwas machen soll, denke ich mir: Warum nicht einfach ausprobieren? Es könnte doch wunderbar werden, auf jeden Fall wird es eine Erfahrung mehr! Bungee-Jumpen ohne Seil würde ich allerdings nicht mit dieser Idee durchziehen (Markus lacht).

Wer sich also schon lange etwas vornimmt, aber noch der Mut fehlt, dem kann ich nur raten, es einfach auszuprobieren. Was ist das Schlimmste und was das Beste, was passieren kann? Wenn das Schlimmste gar nicht so schlimm ist, dann wird es auf jeden Fall super. Und wenn ich weiß, was das Beste ist, was passieren kann, dann denke ich an das und bin meistens sehr nah dran an dem Besten. Also einfach mal machen und auf sich selbst schauen und auf seinen Körper hören. Dann kann jeder seine persönlichen Ziele erreichen, ob sportlich oder anderer Art!

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