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Essen und Trinken verursacht bei vielen Menschen mit Diabetes Stress. Heute kannst du dich dank moderner Systeme zur automatisierten Insulindosierung entspannen. Mit Rezepten für Menschen mit Diabetes lernst du deine Ernährungsbedürfnisse besser kennen. 

EIn Mann ist am Essen
Selber kochen ist gesund

Essen und Trinken verursacht bei vielen Menschen mit Diabetes Stress: Was darf ich essen, wann und in welcher Menge genau? Heute kannst du dich dank moderner Systeme zur automatisierten Insulindosierung entspannen. Mit Kochbüchern und Rezepten für Menschen mit Diabetes lernst du deine Ernährungsbedürfnisse besser kennen. 

Der Blutzuckerspiegel wird von der Ernährung am stärksten beeinflusst. Dabei dürfen wir nicht nur an Süßigkeiten denken. In den meisten industriell verarbeiteten Produkten ist viel Zucker enthalten. Dennoch ist es nicht nötig, sich wie früher einer strengen Diät unterzuordnen. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei, auch wenn man nicht bedenkenlos zugreifen sollte.

Kohlenhydrateinheiten abschätzen lernen 

Für Menschen mit Diabetes ist es sehr wichtig, den Kohlenhydratspiegel von Speisen und Getränken richtig abzuschätzen. Eine Kohlenhydrateinheit (KE) entspricht 10 Gramm Kohlenhydraten. Auf der Verpackung ist in der Regel die Menge pro 100 Gramm angegeben. Man findet diese Daten auch mittels Apps, die den Barcode auslesen und Datenbanken abfragen. KE-Tabellen findet man auch über die einfache Google-Suche. Neuere Apps, erlauben das Hochladen von Fotos des Gerichts oder sie scannen das Essen. Eine künstliche Intelligenz (KI) wertet dann das Bild aus und zeigt die Nährwerte und die Kohlenhydrate an. 

Ein sogenanntes Hybrid-Closed-Loop-System überwacht den Glukosespiegel und steuert die automatische Insulinabgabe. Es passt sich dem Ernährungsstil des Menschen an und übersteuert somit einzelne kulinarische Sünden. Die Lernprozesse finden fortlaufend statt. Die prädiktive Steuerung berechnet den Insulinbedarf für die nächsten zweieinhalb bis vier Stunden, die Insulinabgabe wird alle acht bis zwölf Minuten angepasst.
Einfacher erklärt: Wenn der Mensch mit Diabetes einen Mahlzeiten-Bolus abgibt, «beobachtet» das System, ob die Insulinmenge angemessen war. Bei ständiger Über- oder Unterschätzung beginnt es, die Insulinabgabe nach der Mahlzeit anzupassen.

Natürlich wäre es unvernünftig, die ganze Arbeit dem System zu überlassen und hemmungslos ins Regal zu greifen. Jedoch kannst du es sinnvoll nutzen, indem du etwa den Tag mit einem hohen Glukosespiegel abschließt, den das Loop-System dann regulieren kann. Fällt man in eine Unterzuckerung, hilft auch das lernfähigste System nicht. Das musst du schon selbst: lernen.  

Worauf man bei der Ernährung achten sollte 

Zu einem gesunden Lebensstil gehört neben Bewegung vor allem eine gesunde Ernährungsweise. Dabei unterscheiden sich Menschen mit Typ-1-Diabetes kaum von gesunden. Die Ernährung sollte ausgewogen und abwechslungsreich sein: mit Eiweißen (Proteinen), pflanzlich wertvollen Ölen und Vollkornprodukten. Verarbeitete Lebensmittel sollten dagegen nur selten auf dem Speisezettel stehen, es ist besser frisch zu kochen und dafür frische, saisonale Zutaten zu verwenden. Bei energiereichen Nahrungsmitteln sollte der glykämische Index möglichst tief sein – das ist bei gleichzeitig vorhandenen Ballaststoffen eher der Fall. Man spricht auch von «langsamen» Kohlenhydraten. 

Selber kochen ist gesund 

Diabetes-Kochbücher unterstützen beim Finden der richtigen Ernährungsstrategie. Sie bieten umfangreiche Ernährungsinformationen. Wer danach kocht, entwickelt schneller ein Gefühl für die passenden Rezepte und Lebensmittel und gewinnt eine bessere Kontrolle über seinen Glukosespiegel. Diabetiker können alle bekannten Ernährungsformen nutzen. Hauptsache Abwechslung und Genuss. Denn die Liebe zum Leben geht auch durch den Magen. 

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